Ifo-Chef Sinn zu Griechenland: “Eine Billion Euro könnte weg sein”

Wir können Staatspleiten nicht dauerhaft verhindern, indem wir das deutsche Portemonnaie immer weiter aufmachen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Griechenland und Portugal es schaffen, innerhalb des Euro-Gebiets ihre Preise und Löhne um 30 bis 40 Prozent zu senken. Die Alternative wäre, dass wir diese Länder dauerhaft finanzieren. Das können und wollen wir nicht. Vielleicht ist die Euro-Zone deshalb nicht mehr zu halten, ich weiß es nicht.

via Interview mit Ifo-Chef Sinn zu Griechenland: “Eine Billion Euro könnte weg sein”.

Zur Urheberrechtsdiskussion

Guter Artikel, auch mit einer Linksammlung zum Thema.

Es ist verabscheuungswürdig, wenn Staaten ihre Bevölkerung auf diese Weise überwachen. Die totale Kontrolle der Allgemeinheit zum Zweck der Rechtsdurchsetzung einer Minderheit aber ist bizarr. Es ist vollkommen abwegig, die Gegebenheiten nach dem Urheberrecht auszurichten. Vielmehr muss das Recht den Entwicklungen angepasst werden. Sonst leben wir morgen in einem Unrechtsstaat. Wollt ihr das erreichen?

via In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? « … Kaffee bei mir?.

Zu viel versprochen?

Bedenklich.

Künftig sollen dezentrale Bundesparteitage die Mitsprache ausweiten. Matthias Schrade vom Bundesvorstand schwebt ein Parteitag in vier Städten quer durch die Republik vor. “Niemand müsste länger als drei Stunden unterwegs sein, dann wären wir wirklich barrierefrei.”

Große Eile sieht Schrade dabei nicht: Einen einzelnen Parteitag könne man noch mit bis zu 4000 Mitgliedern stemmen. “Und ohnehin”, sagt Schrade, “unsere Beteiligungsquote nimmt ja tendenziell ab.”

Der Satz soll beruhigend klingen. Eine selbsternannte Mitmach-Partei müsste er alarmieren.

via Piraten-Partei kann Basisdemokratie-Versprechen nicht einhalten – SPIEGEL ONLINE.

Wie Unternehmen ohne Wachstum überleben wollen

Toll!

Können es sich Firmen leisten, auf Wachstum zu verzichten? Erste Unternehmer und Ökonomen basteln jedenfalls an einer “Postwachstumsökonomie”. Ein Betrieb aus Baden-Württemberg zeigt, wie das in der Praxis funktionieren könnte – und welche Kunden man dazu braucht.

via Wie Unternehmen ohne Wachstum überleben wollen – SPIEGEL ONLINE.

Bericht an den Club of Rome – “Wir werden einen Kollaps erleben”

“Die Jugend wird es sich nicht mehr gefallen lassen, dass eine so enge ökonomische Logik wie bislang das Handeln unserer Regierungen weiter bestimmt. Wir werden erstaunt sein, welche Kraft das entfalten kann, ähnlich wie wir überrascht waren von der nordafrikanischen Demokratiebewegung, die keiner vorausgesagt hat”, sagte Schneidewind voraus.

Auf jeden Fall aber sei “Business as usual keine Option, wenn wir wollen, dass unsere Enkelkinder auf einem zukunftsfähigen und gerechten Planeten leben”, erklärte der Generalsekretär des Club of Rome, Ian Johnson. Vielmehr sei schnelles Handeln nötig.

via Bericht an den Club of Rome – “Wir werden einen Kollaps erleben” – Wissen – sueddeutsche.de.

Esperanto wird 125 Jahre alt

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Wenn sich die Menschen nicht untereinander verständigen können, werden sie sich auch nicht näher kommen. Das galt für die Zeit, in der Ludwig Zamenhof lebte genau so, wie für uns heute. In der Hoffnung, die Sprachmauern einzureisen und mit einer gemeinsam gesprochenen Sprache für Völkerverständigung und Frieden zu sorgen entwickelte und veröffentlichte der Humanist Zamenhof im Juli 1887 das erste Lehrbuch der Internationalen Sprache unter dem Pseudonym Dr. Esperanto. Sehr bald bürgerte sich der Name Esperanto für die Sprache selbst ein.

via Esperanto – Eine Sprache wird 125 Jahre alt – The Intelligence.

Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten

Für die Wissenschaftler deutet die Studie darauf hin, dass die Religiösen keineswegs am stärksten geneigt sind, ihren Mitmenschen zu helfen, sondern dass die wenig religiösen Menschen eher bereit sind zu helfen – zumindest wenn dies nicht aus Prinzip, sondern über Erfahrung vermittelt geschieht. Zutreffen könnte tatsächlich, dass Menschen, die einer Kirche oder einer Glaubensgemeinschaft mit starken Regeln und Vorschriften anhängen, weniger spontan und aus ihrem Gefühl heraus handeln, sondern dies eher nach Vorschrift oder moralischer Verpflichtung machen. Sie sind u.a. auch deswegen bei der Kirche oder der Glaubensgemeinschaft, weil sie hier Sicherheit in Verhaltensregeln finden, während ein Atheist, sofern er nicht einer säkularen, religionsähnlichen Ideologie angehört, selbst entscheiden muss, wie er handelt – und deswegen auch offener gegenüber Erfahrungen sein kann.

via Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten | Telepolis.

Johannes Ponader: Neuer politischer Geschäftsführer der Piraten

Johannes Ponader wird vom einfachen Basismitglied zum Vorstand der Piratenpartei – und fürchtet, die neu erworbene Macht könne seinen Charakter verändern. Deswegen legt er sein politisches Schicksal in die Hand von Parteifreunden und behilft sich mit Tolkien-Allegorien.

via Neuer politischer Geschäftsführer Johannes Ponader – Wo Gollum über ein politisches Schicksal entscheidet – Politik – sueddeutsche.de.