• Monthly Archives: Juni 2009

Die Generation C64 schlägt zurück

Interessanter Artikel auf Spiegel Online:

Die Debatte um Ursula von der Leyens Gesetzentwurf gegen Kinderpornografie im Netz macht eine gesellschaftliche Kluft sichtbar: Die Generation Online will nicht länger akzeptieren, dass über sie hinwegregiert wird. Ein Generationenkonflikt wird sichtbar, der das Land noch Jahre lang spalten könnte.

Der ganze Artikel hier.

Ich habe die Petition mit unterzeichnet und werde voraussichtlich die Piratenpartei wählen, wenn sie denn hier in Bayern zugelassen werden wird. Die geballte Inkompetenz der großen Parteien ist einfach nicht auszuhalten.

Hokuspokus und Simsalabim

Aus einem aktuellen „Zwiebelfisch“ (auf spiegel.de)

Viele denken bei Alchimie natürlich sofort an Hokuspokus, dabei wurde jener (und wird es zum Teil noch heute) mit allerhöchstem Segen in der Kirche veranstaltet; denn beim „Hokuspokus“ handelt es sich um nichts anderes als eine Verballhornung der lateinischen Abendmahlsformel „Hoc est enim corpus meum“ (Dies nämlich ist mein Leib).

Die Magier sorgten frühzeitig für eine Gleichstellung der Religionen, indem sie dem christlichen Hokuspokus ein islamisches Simsalabim hinzufügten. Letzteres ist die Verballhornung der arabischen Worte Bismi llahi l-rahmani l-rahim, mit denen jede Koransure beginnt. Übersetzt bedeuten sie: „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes!“ Diese Formel, in islamischen Ländern auch oft in Begleitung eines Stoßseufzers zu hören – ähnlich unseres Ausrufs „Allmächtiger!“ – wurde durch Verkürzung und Verdrehung zum magischen „Simsalabim“.

Jetzt fehlt noch eine Erklärung für „Abrakadabra“:

Dazu gibt es einen interessanten Artikel in der Wikipedia.
Die Herkunft dieses Wortes ist offenbar nicht eindeutig geklärt.

Es ist ein bereits in der Spätantike als Zauberwort geläufiger Begriff, der möglicherweise hebräischen, arabischen oder persischen Ursprungs ist.

In Deutschland lebendes 10-jähriges Mädchen aus Athiopien von Genitalverstümmelung bedroht

Ein minderjähriges Mädchen mit äthiopischem Migrationshintergrund darf laut eines Beschlusses des Oberlandesgerichts Karlsruhe nach Äthiopien gebracht werden, obwohl ihm dort die Gefahr der Genitalverstümmelung droht.

Der ganze Artikel dazu auf wadinet.de

Ausführliche Informationen dazu gibt es auch z.B. auf welt.de

Die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung fordert das zuständige Jugendamt, bzw. das Landratsamt Lörrach, sowie die übergeordnete Behörde – das Sozialministerium Baden-Württemberg – auf, dafür Soge zu tragen, dass dieser Fall innerhalb der Beschwerdefrist – d.h. bis zum 25. Juni – vor den Bundesgerichtshof (BGH) gebracht wird. Deshalb hat die TaskForce eine Internet-Petition eingerichtet, die dieser Forderung Nachdruck verleiht und den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land die Möglichkeit gibt, mit ihrer Unterschrift ihren Beitrag für den Schutz dieses Mädchens vor Genitalverstümmelung zu leisten:

http://www.ipetitions.com/petition/Schutz_vor_Genitalverstuemmelung/

Rückzahlung der Kaupthing Edge Einlagen in Deutschland

Heute auf der Homepage von Kaupthing Edge Deutschland:

22. Juni 2009

Rückzahlung der Kaupthing Edge Einlagen in Deutschland.

Die Rückzahlung der Kaupthing Edge Einlagen in Deutschland hat begonnen. Die Kaupthing Bank hat ein deutsches Finanzinstitut damit beauftragt, die Einlagen von rund 20.000 Kunden zurückzuzahlen.

Der Rückzahlungsprozess wird über die nächsten Tage andauern und es ist davon auszugehen, dass innerhalb der nächsten Wochen die Rückzahlung der Einlagen der rund 34.000 Kaupthing Edge Kunden in Deutschland abgeschlossen werden kann.

Mitte April hat die Kaupthing Bank bekannt gegeben, dass die Bank über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die Rückzahlung aller Einlagen der deutschen Kaupthing Edge Kunden zu gewährleisten.

Mitte Mai war die Bank soweit, den Rückzahlungsprozess einzuleiten und hat an alle Kaupthing Edge Kunden einen Brief verschickt, mit der Aufforderung, die Stammdaten zu bestätigen oder gegebenenfalls zu aktualisieren.

Die Briefe wurden an mehr als 34.000 Anleger versandt und von der überwiegenden Mehrheit sind bereits Rückantworten eingegangen. Bislang sind die Daten von circa 20.000 Anlegern registriert worden und die Rückzahlungsanweisung für die Einlagen der Kunden wurde gegeben. Es ist zu erwarten, dass diese Kunden Ihre Spareinlagen auf dass angegebene Referenzkonto in den nächsten Tagen erhalten werden.

Aus Effizienz- und Sicherheitsgründen wird die Auszahlung in zeitlich verzögerten Schritten durchgeführt. Das heißt, dass nicht alle Kunden am gleichen Tag Ihr Geld erhalten werden. In den nächsten zwei Wochen werden von der Bank weitere Rückzahlungsanweisungen folgen.

„Wir haben über die letzten acht Monate kontinuierlich an einer Lösung zur Rückzahlung der Kaupthing Edge Einlagen gearbeitet und wir sind erleichtert, dass endlich die ersten Zahlungen in Deutschland getätigt werden können. Wir standen in dieser Zeit einer Reihe von Hindernissen gegenüber und es hat sich als schwieriger herausgestellt als irgendjemand erwartet hätte“, sagt Steinar Thor Gudgeirsson, Vorsitzender des isländischen Resolution Commitee.

In diesem Stadium wird der vollständige Betrag der Spareinlagen ausgezahlt. Anleger, die Ihre Zinsansprüche gegenüber der Kaupthing Bank geltend machen möchten, werden in der Lage sein dies zu tun, sobald das förmliche Verfahren zu dieser Sachlage eingeleitet wird.

Weitere Informationen zum Prozess der Anmeldung Ihrer Zinsansprüche werden zeitnah und aktuell auf der Webseite der Bank unter http://www.kaupthing.com verkündet.

Alle Kunden, die bis dato das Bankschreiben mit der Zahlungsanweisung noch nicht nach Island geschickt haben, werden aufgefordert, dies in den nächsten Tagen zu tun. Alle Kunden, die bis dato noch keinen Brief von der Bank erhalten haben, werden aufgefordert eine kurze Nachricht mit ihrem vollständigen Namen und der Kaupthing Kontonummer, an die eingerichtete E-Mailadresse germanhelpdesk@kaupthing.com zu senden. Die Bank wird Ihnen dann per E-Mail ein Blanko-Exemplar des Briefes zukommen lassen.

Die Kaupthing Bank ist bemüht den Rückzahlungsprozess so schnell und reibungslos wie möglich durchzuführen und möchte sich erneut bei allen Kaupthing Edge Anlegern für ihre Geduld bedanken.

Wir werden auch weiterhin alle Informationen auf der deutschen Webseite http://www.kaupthingedge.de veröffentlichen.

Endlich!

🙂 🙂 🙂

Gesetz für Internet-Sperren verabschiedet

Am vergangenen Donnerstag wurde das Gesetz für Internet-Sperren, das sogenannte „Zugangserschwerungsgesetz“, verabschiedet:

http://www.heise.de/ct/Bundestag-verabschiedet-Gesetz-fuer-Web-Sperren–/news/meldung/140746

Quellensammlung zum Thema:
CDU-Politiker will Killerspiele sperren
Proteste gegen Gesetz zu Web-Sperren reißen nicht ab
Missbrauchsopfer gegen Netzsperren

Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur
Bürgerrechte wählen
Die Piratenpartei – Wiki

Gesetz über die Patientenverfügung verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat ein Gesetz über die Patientenverfügung verabschiedet:

Der Bundestag hat soeben in einer großen Entscheidung das Selbstbestimmungsrecht des Menschen im Sterben gestärkt. Der klare Wunsch eines Menschen, in elender Lage sterben zu dürfen, wird nun als ein Höchstpersönlichkeitsrecht anerkannt – wenn dieser Wille in seiner „Patientenverfügung“ zum Ausdruck kommt.

Das Grundgesetz hat vor 60 Jahren die Würde des Menschen für unantastbar erklärt. Nun macht das neue Gesetz deutlich, dass es nicht nur eine Würde im Leben gibt, sondern auch im Sterben; sie schützt den Menschen davor, zum Objekt der Menschenwürde-Definitionen anderer zu werden.

Weitere Details beschreibt ein Artikel auf sueddeutsche.de, aus dem auch obige Zitate stammen.

Kaupthing: Rückzahlung ab Montag, 22. Juni 2009!

Es ist endlich soweit:

Gerade auf sueddeutsche.de gefunden:

Kaupthing zahlt deutsche Guthaben zurück

Reykjavik (dpa) – Alle 30 000 deutschen Sparer bei der isländischen Kaupthing-Bank bekommen Anfang nächster Woche ihre Einlagen komplett ausgezahlt. Das kündigte ein Sprecher der Kaupthing-Kunden am Dienstag in Reykjavik an.

Die Einlagen in Höhe von insgesamt 308 Millionen Euro waren im vergangenen Oktober nach dem Zusammenbruch der bis dahin größten Bank Islands von den Finanzbehörden in Deutschland gesperrt worden. Der endgültigen Freigabe vorausgegangen war ein mehrmonatiger Streit zwischen der mittlerweile zwangsverstaatlichten Bank und deutschen Stellen.

Kaupthing hatte Kunden in Deutschland mit Hochzinskonten angelockt. Auch die beiden anderen führenden Banken auf der Atlantikinsel konnten nur durch die Verstaatlichung vor dem Bankrott bewahrt werden. Alle deutschen Kaupthing-Einlagen werden aus Eigenmitteln der Bank zurückerstattet. Zusammen haben die drei führenden Banken Islands durch ihre riskanten Kreditgeschäfte gigantische Schulden hinterlassen, deren Rückzahlung wahrscheinlich mehrere Generationen belasten wird.

© sueddeutsche.de – erschienen am 16.06.2009 um 19:04 Uhr