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Diagnose ADHS: Hochburg Würzburg

Auffällig seien regionale Unterschiede. Es gebe sogar eine Region, die besonders hervorsteche, nämlich Würzburg und Umgebung. Während die ADHS-Diagnoserate bei Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren im Jahr 2011 im Bundesschnitt bei knapp zwölf Prozent lag, hätten Ärzte in Unterfranken diese Diagnose bei 19 Prozent dieser Jungen gestellt. Schlenker sagte unter Verweis auf internationale Vergleichsdaten sogar: „Würzburg scheint die Welthauptstadt bei ADHS-Diagnosen zu sein.“ Als Grund nannte er, dass dort besonders viele Kinder- und Jugendpsychiater säßen.

Na, da wohnen wir ja genau richtig.

Oft herrsche die Sorge, dass die Kinder es nicht in gewünschter Weise schafften. „Ich habe mich gefragt, ob wir nicht befristetes Schuldoping betreiben statt die Behandlung einer Krankheit“, sagte er.

Sehr bedenklich. Auf der anderen Seite bekommt diese Diagnose jetzt so ein „Mode-Label“, was wiederum den wirklich unter dieser Krankheit Leidenden sicherlich Unrecht tut…

via Diagnose ADHS: Auch Alter und Einkommen der Eltern für Diagnose sind entscheidend.

Und hier noch eine Artikel auf ZEIT ONLINE als Reaktion auf diesen Krankenkassen-Bericht:

Die Intention hierbei ist löblich. Würden tatsächlich Kindern in Deutschland massenhaft voreilig und fahrlässig Psychopharmaka verabreicht, weil Eltern und Lehrer überfordert sind oder weil kindliches Verhalten in unserer Leistungsgesellschaft keinen Raum mehr findet, wäre das alarmierend. Um diese These zu belegen, bräuchte es allerdings bessere wissenschaftliche Studien.

via Arztreport 2013: Ein Krankenkassen-Bericht ist keine valide ADHS-Studie | Wissen | ZEIT ONLINE.

Und dazu noch ein Kommentar von Gisela Rauch von der Main-Post, dem ich nur zustimmen kann:

Dass in unserer Region jeder fünfte zehnjährige Junge „auffällig“ ist, kann man glauben. Dies mag exzessivem Medienkonsum geschuldet sein oder zu geringer kindgerechter Bewegung; vielleicht auch unglücklichen Familienstrukturen. Was man aber nicht glauben will, ist, dass jeder fünfte Junge hier tatsächlich ADHS haben soll – eine Krankheit, die früher, als Jungs stundenlang Fußball noch draußen und nicht auf dem Computer spielten, nur ausnahmsweise diagnostiziert wurde. Unsere Gesellschaft wird immer weniger kindgerecht. Sie lässt Kindern zu wenig Platz, zwängt sie in immer engere Zeitstrukturen, gibt ihnen falsches Spielzeug und lässt sie selten laut und bewegungsintensiv Kind sein. Eigentlich müssten wir die Gesellschaft therapieren. Stattdessen therapieren wir die Kinder. Warum? Weil es möglich ist, weil hier besonders viele Kinderpsychiater praktizieren. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kids vermutlich nicht weniger auffällig. Womöglich ist der Psychiater aber zu weit weg.

via Standpunkt: Therapiebedürftige Gesellschaft | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt.

 

Daily Dueck

Wie immer sehr klug.

Neuro wird ein viel größeres Business als das der Pharmaka, weil wir doch jetzt ALLE irgendwie „neuro“ sind – so wird uns bald klargemacht werden. Jeder, der ein Hirn hat, wird es erfolgreich behandeln wollen?! Neuro wird oder ist schon männlich wie „thinking“, fürchte ich.Davor möchte ich warnen! Nicht vor „Neuro“ an sich – ich warne vor einer Geisteshaltung, die Macht ausüben will oder Geschäfte mit Erfolgssucht macht. Neuro bringt Euro.

via SINNRAUM – Daily Dueck Aktuell.

Schweinegrippenwahnsinn

Warum wird jetzt nur überall Panik wegen der Schweinegrippe geschoben? Warum wird das ganze Aufhebens nicht schon seit Jahren genauso um die „normale“ Grippe gemacht, an der viel mehr Menschen sterben? Das verstehe ich nicht. Bei uns in der Firma werden jetzt Anleitungen für’s richtige Händewaschen ausgehängt und Desinfektionsmittelspender installiert. Warum nicht schon seit Jahren als Grippevorbeugung? Warum erst jetzt? Ist denn die Schweinegrippe ansteckender? Doch sicher nicht. Was soll das also jetzt alles?

Ganz gut dazu passt diese Nachricht:

Schweinegrippe avanciert zum Polit-Skandal: Ist tatsächlich Korruption im Spiel?

Aber das ist natürlich nur eine kleine Spitze des Eisbergs.

Sehr lesenswert dazu auch dieser Artikel, der u.a. einen angeblichen – tatsächlich aber wohl nicht existierenden – mexikanischen Zeitungsartikel zitiert, den ich kürzlich bei meinem HNO-Arzt am schwarzen Brett gesehen habe:

Gedanken zur Schweinegrippe